Um die Her­kunft der japa­ni­schen Kois ein wenig zu doku­men­tie­ren, haben wir die­sen Bericht ver­fasst. Japan ist das Her­kunfts­land der herr­li­chen Farb­karp­fen, auch Koi genannt. Die ers­ten Koi wur­den vor weit über 100 Jah­ren in den Reis­fel­dern der japa­ni­schen Bau­ern durch Zufalls-Muta­tio­nen gezüch­tet. Die Bau­ern woll­ten neben der Reis­zucht ursprüng­lich die Was­ser­fel­der mit der Ver­meh­rung von Spei­se­karp­fen qua­si dop­pelt nut­zen. Irgend­wann tauch­ten statt gräu­li­chen Karp­fen die ers­ten Farb­ab­wei­chun­gen auf. Die­se Fische wur­den dann der Optik wegen nicht mehr ver­zehrt, son­dern gezielt wei­ter gekreuzt. So ent­stan­den irgend­wann die ers­ten roten, gel­be und weis­lich gemus­ter­ten Tie­re.
Etwa ab der 2. Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts tauch­ten dann immer mehr Farb­schlä­ge auf und man erkann­te das enor­me wirt­schaft­li­che Poten­ti­al in die­sen Tie­ren. Man begann die­se im gro­ßen Stil zu züch­ten und erst­mals ins Aus­land zu expor­tie­ren. Der Koi wur­de immer mehr zum Sta­tus­sym­bol, der teils sogar rich­tig ver­ehrt wur­de.

Die meis­ten japa­ni­schen Koi­züch­ter sind im Gebiet des Niiga­ta-Gebir­ges ansäs­sig. Dort gibt es viel Was­ser und ein etwas mil­de­res Kli­ma als im rest­li­chen asia­ti­schen Rau­mes. Das Wet­ter dort ist mit mit­tel­eu­ro­päi­schen Bedin­gun­gen ver­gleich­bar. Im Win­ter wird es dort auch rich­tig kalt, was die Tie­re qua­si robus­ter macht als ande­re, min­der­wer­ti­ge Kois aus Dritt­län­dern.

Ori­gi­nal japa­ni­sche Kois sind viel teu­rer als Nach­zuch­ten aus Rest­asi­en, Isra­el oder Euro­pa. Das liegt ins­be­son­de­re an der stren­gen Selek­ti­on. Koi-Zucht ist in Japan kei­ne Mas­sen­zucht! Wie bei allen ande­ren Tie­ren ent­ste­hen bei Mas­sen­zuch­ten vie­le Krank­hei­ten und vor allem eine min­de­re Qua­li­tät. Dies umgeht man in Japan, indem bereits ab dem Schlupf der Lar­ven streng sor­tiert wird. Tie­re, die schlecht gezeich­net oder kei­nen ver­nünf­ti­gen Kör­per­bau haben, wer­den aus­sor­tiert. So lan­den selbst noch grö­ße­re Fische die sich schlecht ent­wi­ckelt haben im Angel­teich. Tie­re, die alle Kri­te­ri­en erfül­len, wer­den groß gezo­gen, für die Zucht ver­wen­det und somit auch ver­kauft. Alle ande­ren wer­den ver­füt­tert oder halt bei grö­ße­ren Fischen gean­gelt und somit ver­zehrt.

Das ers­te Jahr ver­brin­gen die Fische meist in der Innen­häl­te­rung. Dies ist auf den nach­fol­gen­den Bil­dern zu sehen.

Um die Tie­re anschlies­send grö­ßer wer­den zu las­sen, wer­den die­se in sehr gro­ße Aus­sen­be­cken gesetzt. Meis­tens han­delt es sich hier um Natur­wei­her mit durch­flies­sen­dem Bach­was­ser. Die Mine­ra­li­en die aus dem Erd­reich ins Was­ser gelan­gen, wir­ken sich sehr posi­tiv auf die Farb­ge­bung und die Gesund­heit der Fische aus. Die Fische wach­sen so zügig her­an. Nach einem Jahr wer­den die­se Becken abge­las­sen und leer gefischt. Die Tie­re wer­den dann noch ein­mal sor­tiert. Die meis­ten gelan­gen in den Ver­kauf. Nur weni­ge, sehr aus­ge­zeich­ne­te Koi wer­den für Zucht- und Aus­stel­lungs­zwe­cke wei­ter groß gezo­gen. Unten sind ein paar Bil­der die­ser Frei­land-Becken.

In die­sen Frei­land­tei­chen kommt es jedoch auch zu Ver­lus­ten: Fisch­rei­her gibts auch in Japan! Das natur­trü­be Was­ser ver­hin­dert jedoch meist grö­ße­re Aus­fäl­le durch die­se Fisch­räu­ber.
Fische die nach Euro­pa ver­kauft wer­den, gelan­gen mit dem Flug­zeug inner­halb 24–30 Stun­den zum Händ­ler, bei­spiels­wei­se nach Fish and More. In gro­ßen Beu­teln mit etwa 20% Was­ser und 80% Sauer­stoff, die dann in Kar­tons oder Sty­ro­por­bo­xen gepackt sind, kön­nen die Fische die­se lan­ge Rei­se gut über­ste­hen.

Koifarm in Japan

Innenhälterung

Freiland-Becken

Kontaktieren Sie uns!

Wir unterstützen Sie gerne auf dem Weg zu Ihrem Traumteich!

Fish and more steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite und begleitet Sie auf dem Weg zu Ihrem Teich. Dabei beraten unsere Fachangestellten Sie natürlich ausführlich und stehen Ihnen bei weiteren Fragen oder Problemen zur Verfügung.

Kontakt aufnehmen

Schauen Sie doch auch hier einmal vorbei.