Merk­ma­le: Adul­te: Männ­chen und Weib­chen bis 110 mm.
Was­ser­tracht: Männ­chen mit durch­ge­hen­dem, leicht gewell­tem Rücken­kamm, ober­seits gelb bis oliv­braun mit dunk­len run­den Fle­cken. Bauch in der Mit­te gelb mit gro­ßen dunk­len Fle­cken.
Weib­chen Ober­sei­te gelb­lich bis ein­far­big sand­braun, Bauch hell mit klei­nen dunk­len Punk­ten. Die Weib­chen besit­zen kei­nen Rücken­kamm. Bei den Weib­chen besteht eine Ver­wechs­lungs­ge­fahr mit dem Faden­molch. Im Gegen­satz zu dem Faden­molch ist aber meist die Keh­le eben­falls gepunk­tet, ein wei­te­res Unter­schei­dungs­merk­mal zu Faden­molch- Weib­chen sind die feh­len­den gel­ben Bal­len­fle­cken an der Fuß­soh­le.

Eini­ge Zeit nach der Paa­rungs­zeit ver­las­sen die Teich­mol­che das Laich­ge­wäs­ser. An Land bil­den sie ihre Land­tracht aus. Die Haut wird und wirkt nun tro­cke­ner, fein­kör­nig und was­ser­ab­wei­send. Die Fär­bung ändert sich und vari­iert von dun­kel­brau­nen bis braun­oran­ge­nen Farb­tö­nen.

Laich: Die Eier wer­den vom Weib­chen ein­zeln an Blät­ter von Was­ser­pflan­zen gehef­tet. Mit Hil­fe der Hin­ter­bei­ne wer­den Taschen in die Pflan­zen­blät­ter gefal­tet und die Eier hin­ein gelegt. Ins­ge­samt wer­den 100 — 300 Eier mit einer Grö­ße von 1,3 bis 1,7 mm abge­setzt. Die Embryo­nal­ent­wick­lung dau­ert je nach Gewäs­ser­tem­pe­ra­tur zwei bis vier Wochen.

Lar­ven und juve­ni­le: Nach der Embryo­nal­ent­wick­lung schlüp­fen die 6 bis 10 Mil­li­me­ter klei­nen und schwimm­un­fä­hi­gen Lar­ven. Die Lar­ven besit­zen vor­erst noch kei­ne Bei­ne und bewe­gen sich mit Hil­fe ihres Schwan­zes fort. Sie ernäh­ren sich wäh­rend des Was­ser­auf­ent­halts von Kleinst­le­be­we­sen. Zuerst wer­den die Vor­der­bei­ne aus­ge­bil­det, danach die Hin­ter­bei­ne. Anschlie­ßen­de bil­den sich die Kie­men­bü­schel zurück und es erfolgt nach unge­fähr 2 bis 3 Mona­ten die Meta­mor­pho­se und das Gewäs­ser wird ver­las­sen. Geschlechts­reif wer­den die Teich­mol­che nach 2 bis 3 Jah­ren. In sel­te­nen Fäl­len tritt, wie auch bei den ande­ren Mol­char­ten, Neo­to­nie auf.

Lebens­raum: Der Teich­molch ist die häu­figs­te ein­hei­mi­sche Mol­chart. Er besie­delt ver­schie­dens­te Land­ha­bi­ta­te (Hecken, Wald­rän­der, Gründ­land, natur­na­he Parks und Gär­ten, akti­ve sowie inak­ti­ve Abbau­flä­chen wie Kies­gru­ben und Stein­brü­che,..). Die Über­win­te­rung erfolgt meist in Gewäs­ser­nä­he. Die Land­le­bens­räu­me befin­den sich bis in 400 m Ent­fer­nung vom Laich­ge­wäs­ser. Als Laich­ge­wäs­ser wer­den alle Arten von ste­hen­den Klein­ge­wäs­sern sowie lang­sam flie­ßen­de Grä­ben genutzt. Bevor­zugt wer­den besonn­te was­ser­pflan­zen­rei­che und fisch­freie Gewäs­ser.

Fort­pflan­zung: Sobald der Boden frost­frei ist wan­dern die Teich­mol­che zu ihren Laich­ge­wäs­ser. Die Laich­zeit reicht von März bis Juni. Die Männ­chen wer­ben mit inter­es­san­ten und kom­ple­xen Paa­rungs­ri­tua­len um die Gunst der eher unschein­ba­ren Weib­chen. Dabei stel­len sich die Mol­che auf die Vor­der­bei­ne, stre­cken den Kör­per und die Hin­ter­bei­ne in die Höhe und wedeln (fächern, zit­tern) mit dem letz­ten Teil des Schwan­zes (sie­he Foto). Durch das Wedeln wer­den dem Weib­chen Sexu­al­duft­stof­fe zuge­fä­chert. Abwech­selnd wie­der­holt das Männ­chen das Wedeln und zeigt sich von sei­ner Breit­sei­te um sei­nen aus­ge­bil­de­ten Rücken­kamm und sei­ne präch­ti­gen Far­ben zu prä­sen­tie­ren. Geht das Weib­chen auf das Wer­ben ein, bewegt sich das Männ­chen krie­chend rück­wärts und wedelt wei­ter mit dem Schwanz. Sobald das Weib­chen das Männ­chen mit der Schnau­zen­spit­ze berührt, setzt das Männ­chen eine Sper­mato­pho­re auf dem Boden­grund ab. Bei­de bewe­gen sich wei­ter bis das Männ­chen, in dem Moment in dem die Kloa­ke des Weib­chens über der Sper­mato­pho­re ange­langt ist, stoppt. Das Männ­chen stellt sich quer und fokus­siert das Weib­chen mit Hil­fe sei­nes Schwan­zes, so das die Sper­mato­pho­re auf­ge­nom­men wer­den kann. Nach erfolg­rei­cher Paa­rung wer­den von dem Weib­chen eini­ge Tage spä­ter 100 — 300 Eier ein­zeln an Was­ser­pflan­zen ange­hef­tet.

Ver­brei­tung: Der Teich­molch besie­delt ein gro­ßes Gebiet, das sich von West­eu­ro­pa (Eng­land, Irland, NW-Frank­reich) bis zum Kau­ka­sus im Osten erstreckt. Die Nord­gren­ze der Ver­brei­tung ver­läuft von West-Sibi­ri­en bis Mit­tel-Skan­di­na­vi­en. Im Süden kommt die Art von Mit­tel-Ita­li­en ent­lang der Adria­küs­te bis Grie­chen­land und von der NW-Tür­kei bis zum Kau­ka­sus­ge­biet vor.In die­sem rie­si­gen Ver­brei­tungs­ge­biet bil­det der Teich­molch meh­re­re Unter­ar­ten aus.
In Deutsch­land ist der Teich­molch bis auf klei­ne­re Ver­brei­tungs­lü­cken (klei­ne­re Tei­le im nord­deut­schen Tief­land und im Süden Deutsch­lands) fast flä­chen­de­ckend ver­tre­ten, sogar auf eini­gen Nord- und Ost­see­inseln.

Quel­le: www.amphibienschutz.de

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