Der Laubfrosch gehört zu den bekanntetsten Amphibien in Mitteleuropa. Durch seine Färbung und sein Aussehen wird er vielfach als Sympatieträger für Naturschutzprojekte und in der Werbung eingesetzt. Gleichzeitig gehört er jedoch zu den am stärksten gefährdeten Amphibienarten in Mitteleuropa und ist in den Roten Listen der meisten Bundesländer von "gefährdet" bis "vom Aussterben bedroht" eingestuft.
Merkmale Adulte: Die Größe der Männchen und Weibchen reicht von 30 bis 45 mm. Die Oberseite ist meist blattgrün, bisweilen treten aber auch braune, graue, gelbliche oder gefleckte Exemplare auf. Die grüne Oberseite und die weißliche Unterseite sind durch eine schwarze, gegen das Grün gesäumte Linie getrennt, die an den Hüften eine Schleife bildet. Der Kopf ist gerundet und die Schnauze stark abfallend. Die Pupille ist waagerecht elliptisch. Das Trommelfell ist deutlich erkennbar. Die Enden der Finger und Zehen sind zu kleinen Haftscheiben erweitert. Sie erlauben dem Laubfrosch das Klettern auf Pflanzen und Bäumen. Laubfrösche sind die einzigen Baum bewohnenden Amphibien Europas!
Rufe: Hauptsächlich in der Laichzeit von April bis Mai sind mit Einbruch der Dämmerung und nachts die lauten, hart klingenden Rufserien zu hören. Das rhythmische "äpp ... äpp ... äpp..." wird 4 bis 6 mal in der Sekunde wiederholt. Aber auch außerhalb der Laichzeit können
Larven: Der obere Flossensaum reicht bis zwischen die Augen. Das Schwanzende ist lang und spitz auslaufend. Die Larven besitzen eine gold-grünliche Färbung und eine Gesamtlänge bis 50 mm.
Laich: Eier in walnußgroßen, kompakteren Klümpchen an Wasserpflanzen. Die Eizahl je Klümpchen beträgt 10 - 50 (100). Ei zweifarbig, oberseits braun bis helbraun, unterseits gelblichweiß gefärbt, dadurch gut vom Unkenlaich zu unterscheiden. Eidurchmesser 1,5 - 2 mm. Embryonen hellgelblich gefärbt.
Lebensraum und Verbreitung: Der Laubfrosch besiedelt reichstrukturierte Landschaften mit hohem Grundwasserstand im Hügel- und Flachland. Weiher, Teiche und Altwässer sind wichtige Laichgewässer. Entscheidend ist eine intensive Besonnung der Gewässer sowie krautreiche Flachwasserzonen.
Vor allem die Männchen halten sich im Frühjahr und Frühsommer an den Gewässern auf und bevorzugen vertikal gut strukturierte Uferbereiche als Tagesruheplätze. Die Landlebensräume befinden sich beim Laubfrosch in der Regel in der Nähe der Laichgewässer, mehrere Kilometer entfernte Landlebensräume sind die Ausnahme. Als Landlebensraum werden Hochstaudenbestände, Hecken, Gebüschen bis hin zur Kronenregion von Bäumen vom Laubfrosch besiedelt.
Der Laubfrosch kommt in ganz Deutschland vor, wird aber zunehmend seltener.
Fortpflanzung: Die Männchen klammern die Weibchen in den Axeln der Vorderbeine (Amplexus axillaris). Der Laich wird in Form mehrerer walnussgroßer Ballen mit jeweils 10 - 50 Eiern an Wasserpflanzen abgesetzt.
Quelle: www.amphibienschutz.de