Was bringt unsere Garnelen um?
So traurig ein Garnelensterben ist, so einfach lässt es sich meist erklären und vermeiden.
1. haben Algenvernichtungsmittel in einem Garnelenbecken nichts zu suchen. Sie enthalten alle Kupfer und das Kupfer schlägt sich am Boden nieder. Bei mehrmaliger Zugabe wird dann irgendwann die Konzentration am Boden für die Garnelen tödlich. Wichtig ist also, das ihr in dem vergifteten Becken einen möglichst großen Wasserwechsel macht und bei der Gelegenheit auch gleich den Bodengrund mit einer Mulmglocke durch saugt. Danach kann man sofort wieder Garnelen und Krebse einsetzen.
2. Frisch gekaufte Pflanzen aus dem Handel dürfen keinesfalls direkt in ein Garnelenbecken gesetzt werden. In den Wasserpflanzenzüchtereien werden die Wasserpflanzen mit Kontaktgiften behandelt, um zu verhindern das die Pflanzen von Schädlingen befallen werden. Außerdem werden die Pflanzen extrem mit Dünger versorgt. Wenn die Pflanzen dann an den Handel abgegeben werden, werden sie zuvor nochmal kurz abgespült um den überwiegenden Teil dieser Stoffe zu entfernen. Trotzdem befindet sich noch ausreichend Gift auf den Pflanzen um Wirbellose damit innerhalb von Stunden zu töten. Fische sind da bei weitem nicht so empfindlich. Aus diesem Grund setzt man frisch gekaufte Pflanzen immer zuerst in ein separates Gefäß und belässt sie dort eine Woche, damit sich die Giftstoffe ablösen. Wenn man ein zweites reines Fischaquarium besitzt, kann man sie auch dort zuerst einsetzen. Wichtig ist auch, dass man vorher von den neu erworbenen Pflanzen jeden noch so kleinen Rest des an den Wurzeln befindlichen Substrats entfernt. Wenn man dann nach einer Woche die Pflanzen ins Garnelenbecken einsetzt, gibt es auch keine Probleme mehr mit den Garnelen.
3.Sauerstoffgehalt.
Der überwiegende Teil unserer Garnelen lebt in der Natur in sehr sauberen Fließgewässern. Das bedeutet einerseits einen hohen Sauerstoffgehalt und andererseits eine sehr geringe Keimdichte, weil ja ständig Frischwasser nachfließt. Auf beides, geringe Keimdichte und ausreichend Sauerstoff sind unsere Garnelen angewiesen. Genügend Sauerstoff bekommen wir in unseren Aquarien entweder durch künstliche Belüftung, oder durch einen starken, gut wachsenden Pflanzenbestand.
4. Keimdichte
Leider bringen immer wieder Garnelenhalter ihre Tiere durch eine zu hohe Keimdichte im Aquarium um. Das liegt zum großen Teil daran, dass die Tiere zu stark gefüttert werden und dann die Futterreste im Filter oder am Bodengrund vergammeln. Gerade Flockenfutter zersetzt sich sehr schnell in viele kleine Partikel, die dann mit dem bloßen Auge überhaupt nicht mehr sichtbar sind. Aus diesem Grund ist ein Futtergranulat auf jden Fall besser kontrollierbar. Gefüttert wird immer nur dann wenn keine Futterreste mehr sichtbar sind. Zusätzlich ist ein regelmäßiger Wasserwechsel das A und O für eine geringe Keimdichte.
In diesem Zusammenhang darf selbstverständlich auch der Filter nicht vergessen werden. Ein Filter ist um so besser, je feiner er ist. Sehr gut sind Mattenfilter und Maximal-Filter die mit Filterwattenmatte bestückt sind. Trotzdem darf man eines nicht vergessen. Ein Filter hält zwar die im Wasser schwebenden Stoffe fest, damit sind sie aber noch lange nicht aus dem Wasserkreislauf entfernt. Nach einiger Zeit lösen sich diese Stoffe im Filter auf und damit nimmt automatisch die Keimdichte im Aquarium wieder zu. Jeder Filter muss deshalb regelmäßig nach einer bestimmten Zeit, die von der Besatzstärke und der Futtermenge abhängig ist, gereinigt werden.
5. Medikamente
Bei Aquarien-medikamenten muß man besonders vorsichtig sein und die auf der Verpackung angegebene Zusammensetzung genau lesen. Garnelen sind zwar gegenüber Farstoffmedikamenten wie z. B. Metylenblau oder Malachitgrün absolut unempfindlich, aber sie vertragen keinerlei Schwermetalle. In vielen käuflichen Medikamenten ist aber als Wirkstoff Kupfer enthalten. Solche Medikamente sind für Garnelenbecken absolut ungeeignet.
6. Parasiten
Immer wieder schreiben mir Garnelenhalter von unerklärlichen, schleichenden Garnelensterben. Heute zwei, Morgen 5, Übermorgen 15 tote Garnelen, usw.. Fast immer stellt sich dann heraus, das daran Planarien schuld sind. Planarien gibt es in den verschiedensten Größen und Arten im Aquarium. Angefangen von kleinen weißen in 2mm Länge, bis zu dunkel gefärbten mit bis zu 15mm Länge. Man erkennt sie daran, dass sie alle einen dreieckigen Kopf haben der wie eine Pfeilspitze aussieht. In allen Fällen schleppt man sich die Planarien von außerhalb ein.
Das kann durch Pflanzen, durch dazu gekaufte Garnelen aus einenm nicht einwandfreien Bestand, oder durch Schnecken geschehen. Es gibt bis Heute keinerlei mechanische oder biologische Methode Planarien dauerhaft zu 100% zu entfernen. Die einzigste Möglichkeit diese Parasiten los zu werden ist das Medikament Flubenol. Dieses Medikament wird eigentlich in der Schweinezucht zur Bekämpfung von Würmern angewendet. Es funktioniert so, dass allen Wurmartigen Lebewesen durch ein Enzym die Verdauung zerstört wird.
Die Würmer verhungern dadurch langsam aber sicher. Für die Garnelen ist dieses Medikament absolut unschädlich, weil bei ihnen dieses Enzym keinen Einfluss auf die Verdauung hat. Man dosiert Flubenolpulver in einer Konzentration von 0,2 Gramm je 100L Aquariumwasser. Das Pulver wird einfach in einem Liter Wasser aufgerührt und dann ins Aquarium geschüttet. In dieser Menge wird über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen jede Woche einmal nachdosiert, bis keine Würmer mehr an den Scheiben auftauchen. Das Mittel ist nur über einen Tierarzt zu beschaffen. Am Besten wendet man sich an einen Tierarzt der landwirtschaftliche Betriebe betreut.
Diese Tierärtzte haben in der Regel das Medikament vorrätig und man kann von ihnen auch kleine Mengen bekommen, ohne gleich eine ganze Packung kaufen zu müssen. Das Mittel ist für Garnelen und Fische absolut unschädlich. Vorsicht ist aber mit Schnecken geboten. Verschiedene Arten vertragen das Mittel nicht und sterben dann, was zu einer plötzlichen Wasservergiftung führen kann.
Quelle: AS Reuter
1. haben Algenvernichtungsmittel in einem Garnelenbecken nichts zu suchen. Sie enthalten alle Kupfer und das Kupfer schlägt sich am Boden nieder. Bei mehrmaliger Zugabe wird dann irgendwann die Konzentration am Boden für die Garnelen tödlich. Wichtig ist also, das ihr in dem vergifteten Becken einen möglichst großen Wasserwechsel macht und bei der Gelegenheit auch gleich den Bodengrund mit einer Mulmglocke durch saugt. Danach kann man sofort wieder Garnelen und Krebse einsetzen.
2. Frisch gekaufte Pflanzen aus dem Handel dürfen keinesfalls direkt in ein Garnelenbecken gesetzt werden. In den Wasserpflanzenzüchtereien werden die Wasserpflanzen mit Kontaktgiften behandelt, um zu verhindern das die Pflanzen von Schädlingen befallen werden. Außerdem werden die Pflanzen extrem mit Dünger versorgt. Wenn die Pflanzen dann an den Handel abgegeben werden, werden sie zuvor nochmal kurz abgespült um den überwiegenden Teil dieser Stoffe zu entfernen. Trotzdem befindet sich noch ausreichend Gift auf den Pflanzen um Wirbellose damit innerhalb von Stunden zu töten. Fische sind da bei weitem nicht so empfindlich. Aus diesem Grund setzt man frisch gekaufte Pflanzen immer zuerst in ein separates Gefäß und belässt sie dort eine Woche, damit sich die Giftstoffe ablösen. Wenn man ein zweites reines Fischaquarium besitzt, kann man sie auch dort zuerst einsetzen. Wichtig ist auch, dass man vorher von den neu erworbenen Pflanzen jeden noch so kleinen Rest des an den Wurzeln befindlichen Substrats entfernt. Wenn man dann nach einer Woche die Pflanzen ins Garnelenbecken einsetzt, gibt es auch keine Probleme mehr mit den Garnelen.
3.Sauerstoffgehalt.
Der überwiegende Teil unserer Garnelen lebt in der Natur in sehr sauberen Fließgewässern. Das bedeutet einerseits einen hohen Sauerstoffgehalt und andererseits eine sehr geringe Keimdichte, weil ja ständig Frischwasser nachfließt. Auf beides, geringe Keimdichte und ausreichend Sauerstoff sind unsere Garnelen angewiesen. Genügend Sauerstoff bekommen wir in unseren Aquarien entweder durch künstliche Belüftung, oder durch einen starken, gut wachsenden Pflanzenbestand.
4. Keimdichte
Leider bringen immer wieder Garnelenhalter ihre Tiere durch eine zu hohe Keimdichte im Aquarium um. Das liegt zum großen Teil daran, dass die Tiere zu stark gefüttert werden und dann die Futterreste im Filter oder am Bodengrund vergammeln. Gerade Flockenfutter zersetzt sich sehr schnell in viele kleine Partikel, die dann mit dem bloßen Auge überhaupt nicht mehr sichtbar sind. Aus diesem Grund ist ein Futtergranulat auf jden Fall besser kontrollierbar. Gefüttert wird immer nur dann wenn keine Futterreste mehr sichtbar sind. Zusätzlich ist ein regelmäßiger Wasserwechsel das A und O für eine geringe Keimdichte.
In diesem Zusammenhang darf selbstverständlich auch der Filter nicht vergessen werden. Ein Filter ist um so besser, je feiner er ist. Sehr gut sind Mattenfilter und Maximal-Filter die mit Filterwattenmatte bestückt sind. Trotzdem darf man eines nicht vergessen. Ein Filter hält zwar die im Wasser schwebenden Stoffe fest, damit sind sie aber noch lange nicht aus dem Wasserkreislauf entfernt. Nach einiger Zeit lösen sich diese Stoffe im Filter auf und damit nimmt automatisch die Keimdichte im Aquarium wieder zu. Jeder Filter muss deshalb regelmäßig nach einer bestimmten Zeit, die von der Besatzstärke und der Futtermenge abhängig ist, gereinigt werden.
5. Medikamente
Bei Aquarien-medikamenten muß man besonders vorsichtig sein und die auf der Verpackung angegebene Zusammensetzung genau lesen. Garnelen sind zwar gegenüber Farstoffmedikamenten wie z. B. Metylenblau oder Malachitgrün absolut unempfindlich, aber sie vertragen keinerlei Schwermetalle. In vielen käuflichen Medikamenten ist aber als Wirkstoff Kupfer enthalten. Solche Medikamente sind für Garnelenbecken absolut ungeeignet.
6. Parasiten
Immer wieder schreiben mir Garnelenhalter von unerklärlichen, schleichenden Garnelensterben. Heute zwei, Morgen 5, Übermorgen 15 tote Garnelen, usw.. Fast immer stellt sich dann heraus, das daran Planarien schuld sind. Planarien gibt es in den verschiedensten Größen und Arten im Aquarium. Angefangen von kleinen weißen in 2mm Länge, bis zu dunkel gefärbten mit bis zu 15mm Länge. Man erkennt sie daran, dass sie alle einen dreieckigen Kopf haben der wie eine Pfeilspitze aussieht. In allen Fällen schleppt man sich die Planarien von außerhalb ein.
Das kann durch Pflanzen, durch dazu gekaufte Garnelen aus einenm nicht einwandfreien Bestand, oder durch Schnecken geschehen. Es gibt bis Heute keinerlei mechanische oder biologische Methode Planarien dauerhaft zu 100% zu entfernen. Die einzigste Möglichkeit diese Parasiten los zu werden ist das Medikament Flubenol. Dieses Medikament wird eigentlich in der Schweinezucht zur Bekämpfung von Würmern angewendet. Es funktioniert so, dass allen Wurmartigen Lebewesen durch ein Enzym die Verdauung zerstört wird.
Die Würmer verhungern dadurch langsam aber sicher. Für die Garnelen ist dieses Medikament absolut unschädlich, weil bei ihnen dieses Enzym keinen Einfluss auf die Verdauung hat. Man dosiert Flubenolpulver in einer Konzentration von 0,2 Gramm je 100L Aquariumwasser. Das Pulver wird einfach in einem Liter Wasser aufgerührt und dann ins Aquarium geschüttet. In dieser Menge wird über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen jede Woche einmal nachdosiert, bis keine Würmer mehr an den Scheiben auftauchen. Das Mittel ist nur über einen Tierarzt zu beschaffen. Am Besten wendet man sich an einen Tierarzt der landwirtschaftliche Betriebe betreut.
Diese Tierärtzte haben in der Regel das Medikament vorrätig und man kann von ihnen auch kleine Mengen bekommen, ohne gleich eine ganze Packung kaufen zu müssen. Das Mittel ist für Garnelen und Fische absolut unschädlich. Vorsicht ist aber mit Schnecken geboten. Verschiedene Arten vertragen das Mittel nicht und sterben dann, was zu einer plötzlichen Wasservergiftung führen kann.
Quelle: AS Reuter

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