Der Gartenteich im Herbst/Winter - So funktioniert`s...

Damit die Fische im Gartenteich sicher überwintern, sollte man einige Dinge beachten. Hier gibt es Falschaussagen, dass Fische unter 10°C Wassertemperatur nicht mehr gefüttert werden dürfen. Richtig ist, ein hochwertiges Weizenkeimfutter so lange zu verabreichen, wie die Tiere Nahrung aufnehmen - durchaus bei mildem Wetter bis November/Dezember. Wer zu früh mit dem Füttern aufhört, riskiert das die Tiere teils nach dem Abtauen der Eisdecke im Frühjahr noch an Schwäche sterben oder sich gar mit Krankheiten infizieren. Gute Kondition der Tiere im Herbst ist Garant für sicheres Ueberwintern!
Zu Flache Biotope kühlen in längeren Frostzeiten extrem ab was bei Wassertemperaturen unter 4°C zum Tod der Tiere führt. Damit die Fische nicht einfrieren können sollte die Tiefe des Teiches bei Goldfischen mindestens 80 cm betragen und bei Kois ab 100 cm. Ganz wichtig ist hier die geschlossene Eisdecke keinesfalls zu zerschlagen um den Fischen "was Gutes zu tun". Damit weckt man diese nur unnötig aus der Winterruhe was zum Tod führen kann.

Um ausreichend Sauerstoff ins Wasser zu bringen hat sich eine Kombination aus Eisfreihalter (Styropor) und Teichbelüfterpumpe bewährt. Der Eisfreihalter hält unter dem Styropordeckel eine Stelle eisfrei, wo nicht nur ein Gasaustausch stattfinden kann, sondern auch die wichtige Luft über die Teichbelüfterpumpe hinein gepumpt werden kann. Eine bis auf den Eisfreihalter geschlossene Eisdecke isoliert gegen starken Frost! Am Beispiel der Iglus bei den Eskimos läßt sich das leicht verstehen. Von im Handel angebotenen Geräten die Wasser umwälzen um die Eisfläche klein zu halten, ist abzuraten, da dadurch die Wassertemperatur unnötig weiter abkühlt.
Die Filteranlage sollte auf jeden Fall so lange in Betrieb bleiben, bis es ein paar Tage nachts friert. Nachdem diese abgestellt ist, verschlechtert sich über die Monate das Wasser, da kein Schadstoffabbau mehr stattfindet. Durch Fäulnissprozesse und Ausscheidungen der Tiere kann es zu einem Anstieg von Giftkonzentrationen kommen. Die Kontrolle der Wasserwerte im Teich ist daher vor allem in der kalten Jahreszeit ein Muss.

Verwelkte Seerosenblätter, Laub und verdorrte Pflanzenteile sollten weitestgehend entfernt werden, da diese ansonsten zusätzlich das Wasser belasten würden. Es empfiehlt sich regelmäßig einen Teilwasserwechsel durchzuführen und gleichzeitig Nutzbakterien ins Wasser zu schütten.
Leider wird hier aus Unwissenheit vieles falsch gemacht. Im Sinne der Fische die sich im Teich befinden sollte man gerade im Winter stets ein wachsames Auge und etwas Einsatz investieren, um auch im folgenden Jahr Freude an den Pfleglingen haben zu können. Hier sollte man sich auf jeden Fall intensiv in entsprechenden Teichfachmärkten beraten lassen.
Bei Fish and More z.B. führt man umfangreiche, kostenlose Wasseranalysen durch und gibt gerne fachlichen Rat nicht nur zum Thema Gartenteich.

Dieser Bericht wurde von Markus Gerhardus für 3 verschiedene Zeitungen geschrieben. Am 01.10.05 erschien dieser dann in der Westfälischen Rundschau und in der Westfalenpost sowie inder gleichen Woche im Wochenblick.

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