Wodurch werden Teichfische und Koi krank?
Die Hauptursache für Erkrankungen bei Teichfischen liegt an ungesundem Stress. Stress ist eine Störung des physiologischen Gleichgewichtes in der Umwelt der Fische. Stress hat drei mögliche Ursachen:
* Die physischen Verhältnisse im Umfeld der Fische. Das betrifft Temperaturveränderungen, trübes Wasser, Strömung.
* Die chemischen Verhältnisse im Wasser. Das heisst, alle chemischen Verbindungen im Wasser, die nicht normal sind, wie pH, GH, KH, Ammoniak, Nitrit, Nitrat, Schwermetalle, organische Verbindungen, falsches Futter, altes Futter, feuchtes Futter. Bei neuen Fischen gilt dies besonders, weil sie in neue Wasserverhältnisse (chemische Verhältnisse) eingebracht worden sind.
* Die biologischen Verhältnisse im Umfeld vom Fisch. Hier denkt man an Transport, zu grosse Population, natürliche Feinde, Fischsorten, die nicht zusammen passen, grosser Unterschied in der Grösse der Fische, ungenügende Versteckmöglichkeiten, Parasiten, bakterielle Infektionen, Schimmelinfektionen, neu eingebrachte Fische. Manchmal geschieht es, dass sich der Koi aus unbekanntem Anlass nicht an die neue Situation gewöhnt. Oft versucht er, sich zu verstecken, was in manchen Teichen unmöglich ist. Wir empfehlen, sofern möglich, neue Fische abends einzusetzen, damit diese etwas mehr Ruhe finden. So können sich auch alte und neue Fische besser aneinander gewöhnen, ohne das die neuen zu stark gejagt werden. Über Nacht haben sich dann die neuen Fische gut eingewöhnt.
Wie löst Stress Krankheiten aus?
Stress löst im Fischkörper eine Erhöhung der Cortisolmenge aus. Cortisol hemmt das Immunsystem und erhöht den Fettverbrauch. Mit anderen Worten: Der Fisch bekommt schneller Infektionen und kann sogar stark abmagern. Die Fische zeigen jedoch anhand von abnormalen Verhalten, dass diese unter Stress stehen, bzw. bereits erkrankt sind. Als abnormales Verhalten und Anzeichen auf Krankheiten kann man diese Symptome bezeichnen:
* Die Fische springen
* Die Fische scheuern sich am Boden, Gegenständen oder Wand des Teiches
* Die Fische zwicken mit den Flossen
* Die Fische liegen still am Boden
* Die Fische liegen auf der Seite
* Die Fische hängen im Wasser (Kopf nach oben oder unten geneigt)
* Die Fische liegen am Auslauf des Filters oder Mündung des Bachlaufes
* Die Fische fressen nicht
* Die Fische ziehen sich zurück und schwimmen weniger
* Die Fische schnappen nach Luft und die Kiemenatmung ist schneller
* Die Fische schwimmen ruckartig
* Die Fische schwimmen nur zu einer Seite (Brustflossen angelegt)
* Die Fische drehen sich um ihre eigene Längsachse
* Die Fische sind scheu und schreckhaft
* Die Fische bewegen die Flossen zitterhaft
* Die Fische spucken ihr Futter aus oder beissen daneben
Sollten Ihre Fische einige dieser Symptome zeigen, wenden Sie sich bitte umgehend an uns. Hier sollten wir auf jeden Fall das Teichwasser untersuchen. Hierfür benötigen wir 200 ml Teichwasser. In schlimmeren Fällen ist es notwendig einen Fisch zu untersuchen. Hierfür müssen Sie jedoch einen Termin mit uns vereinbaren, da dies etwas aufwendiger ist. So lässt sich jedoch parallel zu Wasseranalyse eine klare Ursache heraus finden und die Fische können dann effektiv behandelt werden.
