Trichodina
Erkennung: Trichodina ist ein einzelliger Aussenparasit, den man bei Koi oder anderen Teichfischen nur mittels Schleimhautabstrich unter dem Mikroskop erkennen kann. Mikroskopisch betrachtet, sieht er aus wie ein Ufo, welches am Aussenrand lauter in eine Richtung abstehende Haare hat.
Herkunft: Trichodina entsteht in den meisten Fällen durch Streß oder schlechte Hälterungs-bedingungen. Gerade nach einem Transport (neue Fische!), größeren Reinigungsaktionen im Gartenteich oder durch Mangelerscheinungen tritt diese Erkrankung auf. Auch stärkere Temperaturveränderungen im Herbst/Winter sowie beim Übergang vom Winter ins Frühjahr, lösen einen Trichodina-Befall aus. Das klassische "Einschleppen" dieser Krankheit gibt es eher selten, da jeder Fisch eine Vielzahl von Parasiten und Krankheitskeimen mit sich rumschleppt. Solange aber das Imunsystem stark genug ist, passiert dem Tier nichts. Daher sollte man seine Fische stets abwechslungsreich ernähren und Streß nach Möglichkeit vermeiden.
Trichodina kann auch durch den Besuch von Tieren hervor gerufen werden. Wasservögel oder Amphibien können diese aus anderen Gewässern, sozusagen huckepack, mitbringen.
Vermehrung: Trichodina lebt auf der Fischhaut wo er sich mit Häkchen und Saugnäpfen fest krallt. Durch die von Trichodina hervorgerufenen Hautschädigungen bilden sich an diesen Stellen Bakterieninfektionen. Von diesen Bakterien lebt Trichodina, da diese als Nahrungsquelle dienen. Man kann hier von einer parasitären Symbiose sprechen.
Die dauerhafte Verwendung eines ausreichend starkem Oase UVC-Geräts wirkt vorbeugend und reduziert das Risiko eines solchen Befalls, da die UVC-Strahlung die Ichthyo-Schwärmer abtötet.
Krankheitsbild: Im Anfangsstadium klemmen die Fische meist die Flossen. Nach 1-2 Tagen werden die Fische zunehmend scheu und scheuern sich an Gegenständen, Folie oder Pflanzen, springen gar aus dem Wasser. So versucht der Fisch den Parasit los zu werden. Die Fische stellen bei massivem Befall die Nahrungsaufnahme ein, halten sich an der Wasseroberfläche bei Wassereinläufen auf, oder liegen regungslos auf dem Teichboden. Trichodina kann auch die Kiemen befallen. Der Fisch sondert im fortschreitendem Stadium verstärkt Schleim ab, was zu einem Weißfärben der Haut führt.
Es können auch noch zusätzliche Begleitinfektionen entstehen, die aus Verletzungen resultieren, die sich der Fisch beim Versuch die Parasiten abzuschütteln (Scheuern oder Springen), selbst zufügt.
Behandlung: Wir empfehlen die Verwendung von Sera Omnipur. Während der Behandlung bitte das UVC-Gerät ausschalten und die Medikamente möglichst immer abends zugeben, da diese teilweise durch Sonneneinwirkung zerfallen würden und somit ein Teil der Wirkung verloren geht.
Sera Omnipur S
Sera Pond Omnipur S bekämpft die häufigsten Zierfischkrankheiten:
Bakterielle Infektionen, Flossenfäule, Verpilzung (Saprolegnia, Achlya), Hauttrübungen (Costia, Chilodonelia), Trichodina, Oodinium, Kiemen- und Hautwürmer (Dactylogyrus oder Gyrodactylus), äußere Verletzungen und Wunden.
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