Kiemenwürmer (Dactylogyrus)

Kiemenwurm unter dem Mikroskop

Erkennung: Kiemenwürmer sind wie Hautsaugwürmer mit blosem Auge nicht erkennbar. Man kann diese nur mittels Schleimhautabstrich unter dem Mikroskop erkennen. Bei Dactylogyrus ist es hier nicht unbedingt notwendig diese Probe bei den Kiemen zu entnehmen, da diese Würmer auch auf der Haut zu finden sind. Bei einer mikroskopischen Untersuchung sieht man gut die langgestreckte Form sowie die beiden hakenartigen Beißwerkzeuge. Durch strecken und zusammenziehen bewegen sich die Kiemenwürmer fort. Dies sieht man auch unter dem Mikroskop. Kois und Goldfische sind jedoch meist eher mit Hautsaugwürmern befallen.
Herkunft: Kiemenwurm-Erkrankungen entstehen wie bei anderen Ektoparasiten in den meisten Fällen durch Streß oder schlechte Hälterungsbedingungen. Gerade nach einem Transport (neue Fische!), größeren Reinigungsaktionen im Gartenteich oder durch Mangelerscheinungen tritt diese Erkrankung auf. Das klassische "Einschleppen" dieser Krankheit gibt es eher selten, da jeder Fisch eine Vielzahl von Parasiten und Krankheitskeimen mit sich rumschleppt. Solange aber das Imunsystem stark genug ist, passiert dem Tier nichts. Daher sollte man seine Fische stets abwechslungsreich ernähren und Streß nach möglichkeit vermeiden. 
Dactylogyrus kann auch durch den Besuch von Tieren hervor gerufen werden. Wasservögel oder Amphibien können diese aus anderen Gewässern, sozusagen huckepack, mitbringen.
Vermehrung: Kiemenwürmer sitzen zunächst auf der Fischhaut und wandern von dort in die Kiemen. Sie ernähren sich von Blut, Hautzellen und Schleim. Dactylogyrus sind Zwitter. Das bedeutet, dass jeder Wurm sowohl Eier als auch Samen erzeugen kann. Die befruchteten Eier werden in die Kiemen gelegt. Eier, die aus den Kiemen heraus fallen, schlüpfen auch im Wasser. Nach dem Schlupf müssen die Larven jedoch innerhalb weniger Stunden einen Wirt finden um nicht zu sterben. Man spricht in der Regel von einem einwöchigem Zeitraum (Schlupf bis zur erneuten Eiablage). In wärmeren Wasser verkürzt sich die Zeit jedoch um 1-2 Tage.
Krankheitsbild:
Tiere die mit Kiemenwürmer befallen sind, zeigen oft sehr merkwürdige Verhaltensweisen. Die Tiere können regelrecht spucken oder würgende Bewegungen machen. Manchmal wird auch ein oder gar beide Kiemendeckel ganz abgespreizt oder auch eng angelegt. Man kann hier meist von Kiemenwürmer ausgehen. Der Fisch sondert auch verstärkt Schleim ab. Bei stärkerem Befall können auch Begleitinfektionen auftreten. 
Auch schlechte Wasserwerte können ein Anlegen der Kiemendeckel auslösen. Um sicher zu gehen muss man einen Abstrich machen und mit einem Mikroskop eine eindeutige Diagnose stellen.

Behandlung: Wir empfehlen die Verwendung von Sera Omnipur. Während der Behandlung bitte das UVC-Gerät ausschalten und die Medikamente möglichst immer abends zugeben, da diese teilweise durch Sonneneinwirkung zerfallen würden und somit ein Teil der Wirkung verloren geht. Nach 7 Tagen die Behandlung wiederholen.

Sera Omnipur S

Sera Omnipur S

Sera Pond Omnipur S bekämpft die häufigsten Zierfischkrankheiten:

Bakterielle Infektionen, Flossenfäule, Verpilzung (Saprolegnia, Achlya), Hauttrübungen (Costia, Chilodonelia), Trichodina, Oodinium, Kiemen- und Hautwürmer (Dactylogyrus oder Gyrodactylus), äußere Verletzungen und Wunden.

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