* Wasser testen: Um den Fischen möglichst naturnahe Bedingungen im Aquarium zu bieten, sollte man einmal pro Woche folgende Wasserwerte überprüfen: pH, Nitrat und Karbonathärte. In neu eingerichteten Becken sogar in den ersten beiden Monaten auch Ammoniak und Nitrit.
* Wasserwerte: Der pH-Wert zeigt an wieviel Säure-/ Laugegehalt das Wasser hat. Ein pH-Wert von 7 ist neutral, unter 7 sauer und über 7 alkalisch. Bei bepflanzten Gesellschaftsaquarien sollte dieser im Bereich 6,5-7,5 liegen. Bei afrikanischen Barschen 8,0-8,5.
Nitrat (NO³) entsteht aus der Umwandlung durch Bakterien aus Ammoniak und Nitrtit. Der Nitratwert sollte so gering wie möglich sein. Nitrat hemmt das Fischwachstum, wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus und trägt zum Algenwuchs bei.
Die Karbonathärte (KH) gibt an wieviel Mineralien im Wasser gelöst sind. Die Karbonathärte stabilisiert den pH-Wert, d.h. sofern der KH hoch genug ist, verhindert dieser das der pH-Wert schwankt oder gar abfällt. Ein Abfallen des pH führt zu einem Säure-schaden (kann zum Tod der Fische führen). Im bepflanzten Gesellschaftsaquarium sollte der KH bei 5 liegen. In Malawibecken bei mindestens KH 8 und bei Tanganjikasee möglichst oberhalb KH 10. Das Testen der Karbonathärte gehört daher zur Pflicht!
Ammoniak (NH³) entsteht durch Fäulnisprozesse und Ausscheidungen der Fische. Dies wird von Bakterien in Nitrit (NO²) umgewandelt. Ammoniak und Nitrit sind für Fische hochgiftig! Später wird Nitrit ebenfalls durch Bakterien in Nitrat (NO³) umgewandelt.
Mehr zum Thema Wasserwerte finden Sie unter der Rubrik "Wasseranalytik".
Dieses Video erklärt die Wirkung von zwei Tetra-Wasseraufbereitern.
* Wasserwechsel: Im Prinzip richtet sich die Häufigkeit und die Menge des Wasserwechsels nach den Ergebnissen des Wassertests. Im optimalen Fall sollte man jede Woche mindestens ein Drittel austauschen. Frisches, sauberes Wasser schadet nicht! Altes hingegen oft sehr. Beim Neubefüllen und Teilwasserwechsel muss ein Wasseraufbereiter (z.B. Söll Aqualizer oder Tetra Aquasafe) zugesetzt werden um Chlor und andere im Leitungswasser befindliche Schwermetalle zu neutralisieren. Chlor als Desinfektionsmittel schädigt nicht nur die Fische sondern tötet auch die wichtigen Filterbakterien ab!
Zu beachten ist auch das Leitungswasser nicht immer den geeigneten pH- und KH-Wert hat. Dies muß man dann mit entsprechenden Pflegemitteln optimieren. Selbst Nitrat kann bis zu 50 mg/L im Leitungswasser enthalten sein – für manche Fische schon zu viel!
* Bodenreinigung: Es empfiehlt sich beim Wasserwechsel direkt den Kies mit zu reinigen. Das geht sehr einfach mit sogenannten Mulmglocken, bzw. Bodengrundreinigern. Der Dreck wird mit dem Wasser zusammen aus dem Kies gesaugt. Das nachfolgende Video zeigt die Bodengrundreiniger von Tetra.
* Filterbakterien: Filterbakterien und Mikroorganismen sind die wichtigsten Bewohner in jedem Aquarium. Sie erfüllen die Funktion eines kleinen „Klärwerkes“ indem sie für die Fische giftiges Ammoniak, Nitrit und auch Nitrat abbauen. Leider wird die Pflege der Bakterien meist vernachlässigt was zu allen bekannten Problemen führt: Krankheiten, Algen und trübes Wasser. Die meisten Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Umwelt-bedingungen (Wasserwerte). Diese Bakterien muss man regelmäßig dem Aquarium zufügen um dem Filter beim Abbau der Giftstoffe zu helfen.
Hier unterscheidet man zwischen 3 wichtigen Möglichkeiten:
· Als wöchentliche Zugabe verwendet man Söll Bio Booster. Hiermit frischt man stetig die Nutz-bakterienstämme im Aquarium bzw. Filter auf. Sehr wichtige Grundlage!!!
· Alle 4-6 Wochen oder intensiven Filterreinigung setzt man zusätzlich „Lebendkulturen“, z.B. Söll BioCool oder Tetra SafeStart hinzu. Dies sind hocheffektive Bakterien die sofort anfangen Schadstoffe abzubauen. Dies verwendet man auch wenn zusätzliche, neue Fische ins Aquarium gekauft werden um die Bakterienstämme für diese gefährliche Mehrbelastung anzupassen.
· Bei Neueinrichtung eines Aquariums kommen die Lebendbakterien von Söll zum Einsatz: Baktinetten und Baktinetten Nitrat.
* Filterung: Um den zugefügten Bakterien optimale Bedingungen zu bieten, verwendet man im Außenfilter am besten Hochleistungsfiltermedien wie z.B. Hobby Absorbex. Auf diesem Material siedeln sich die Bakterien an und „arbeiten“ (bauen Gifte ab). Bei Innenfiltern sollte man besonders auf die Wasserwerte achten, da diese wesentlich schlechter biologisch filtern. Auch für kleine Aquarien gibt es preiswerte Außenfilter. Ihre Fische danken es Ihnen! Auf dem folgenden Video werden die Tetra-Aussenfilter gezeigt.
* Filtertyp: Ein Filter egal welchen Typs sollte erst gereinigt werden wenn man sichtbar feststellt das die Pumpe weniger Wasser umwälzt. Im optimalen Falle erfolgt dies erst nach 2 oder mehr Monaten (Bei Innenfiltern wesentlich früher). Durch jede Reinigung wird ein Großteil der Nutzbakterien zustört. Deshalb sollte gleichzeitig immer ein Lebend-Bakterienpräparat zugesetzt werden wie Söll Baktinetten. Diese fangen sofort sich an im gereinigten Filter anzusiedeln und Gifte abzubauen.
* Algen: Hauptursache für Algenwuchs sind Phosphate im Aquarium. Diese gelangen über Futter und Aus-scheidungen ins Wasser. Phosphate sind ein richtiger „Wuchsbeschleuniger“ für die meisten Algen. Selbst geringe Konzentrationen lösen auf Dauer Algenprobleme aus. Dies läst sich einfach mit einem Phosphattest überprüfen. Über spezielle Filtermaterialien oder entsprechende Wasserpflegemittel welche Phosphat absorbieren entfernt man dies aus dem Wasser. Die Algen gehen mit der Zeit wieder weg da diese verhungern.
Die Beleuchtung ist hier auch wichtig. Alte Leuchtmittel begünstigen noch zusätzlich Algenwuchs, daher sollte man spätestens nach 1 Jahr (besser nach 9-10 Monaten) die Röhren wechseln. Hier gibt es sehr viele Unterschiede. Lassen Sie sich von uns beraten.